Dienstag, 15. August 2017

Immer noch auf den Nadeln - im August

Es geht langsam voran mit St. Brigid. Das Vorder- und das Rückenteil sind fertig. Ich habe im Juli 2 Wochen pausiert, weil wir verreist waren. Jetzt habe ich mit Ärmel 1 angefangen, da ich hier nur 2 normale Zöpfe und einen Musterrapport stricken muss, ist das Stricken deutlich einfacher. Aufpassen muss ich mit den Zunahmen und der Länge. Das wird bei Ärmel 2, den ich viielleicht noch in diesem Monat anfange, âhnlich. Ich bin sehr zuversichtlich, den Pullover im Herbst fertig zu haben.

Meine Tochter widmet sich derweil den Resten ihrer Islandwolle und hat mit einem Rundstrickpulli begonnen. Die Passe oben wird in etwa so wie in der Skizze aussehen. Das Modell aus den Istex Katalogen heißt Kambúr. Da es sich um ein Kindermodell handelt, haben wir es angepasst auf Größe S und uns mit der Maschenzahl an ihrem anderen Pullover orientiert.


Aber bis der Pullover fertig sein wird, dauert es noch ein wenig. Mit viel Glück bis zu den Herbstferien zur Islandreise (wobei dann die Gefahr besteht, dass wir gleich wieder neue Wolle mitbringen).



Verlinkt bei "Auf den Nadeln" im Maschenfein Blog.

Viele Grüße, Anja

Samstag, 12. August 2017

12 von 12 im August

Ziemlich spät, genauer gesagt bei der Nachmittagsgassirunde ist mir eingefallen, dass ja heute der 12. August ist. Also habe ich ganz spontan Handyfotos von unterwegs geschossen. So bleiben euch sämtliche Fotos von Frühstück, Wischeimer, Wäsche auf dem Wäschegestell, Salatzubereitung mittags erspart. Und weil das Wetter sowieso besch... ist und ich keine große Lust hatte, aufs Land zu fahren, bin ich in der Berger Straße ums Eck Gassi gegangen (mit ein bisschen Park vorher und Allee hinterher). Ich habe gemerkt, dass so eine Runde in der Stadt viel fotolastiger wird als wenn ich im Wald unterwegs bin. Am Ende musste ich richtig selektieren, welche 12 Bilder es in den Blog schaffen.

Ein Pop Up Store mit interessanten Second Hand Möbeln (das gezeigte Objekt gibt es für 750 Euro), mein Lieblingskruschtelladen, den es schon ewig gibt und in dem ich schon vor 25 Jahren  traumhaft schöne Weingläser gekauft habe, ein cooles Graffitti und - wie immer wieder - ein Bauobjekt für Exklusivwohnungen.


Ein schöner Buchladen mit angeschlossenem Cafe, gibt es auch schon ewig und als ich das letzte Mal abends da war, hatte ich das Gefühl, das Publikum ist mit dem Lokal älter geworden. Sehr spannende Glaseinwurflösung, warum gibt es die nur dort? Und dann irgendwo um die Ecke ein Ort, der vor 14 Jahren öffnete, als der Babyboom begann, die Öffnungszeiten sehr dürftig, obwohl der Babyboom weiter andauert.

Ein hüsch aufgebauter Seifentisch am Straßenrand, an der Lutherkirche ein neues Schild, dieses Jahr geht echt nix ohne Luther und am Straßenrand die obligatorischen Mamataxis. Schade, dass es die vor 14 Jahren noch nicht hatte.


Kurz vor der Wohnung, dann nochmal kurz ins Grüne und am Laden der Frau vorbei, bei der ich meinen Grundschnittkurs gemacht habe. Jetzt steht gleich das Abendessen an, der Mann kommt bald aus Nürnberg zurück, das Kind soeben vom Reitstall.

Den Post verlinke ich bei Draußen nur Kännchen.

Ein schönes Restwochenende, Anja

Donnerstag, 10. August 2017

Nähen nach Schnittmustern? Neue Erkenntnisse!

Bald werde ich wieder ein Jahr älter. Ich habe vor einer gefühlten Ewigkeit in der Grundschule, im Gymnasium in der 5. Klasse und bei meiner Mutter (und mit Carina Heften) angefangen zu nähen. Dann viele, sehr viele Jahre pausiert (und nähen lassen). Meine Mutter als ausgebildete Schneiderin hat ihre Schnitte immer selbst gemacht, nach eigener Aussage fand sie Burda zu umständlich, sie hat sich einzig von Fotos inspirieren lassen.

Irgendwann als ich anfing deutlich weniger zu arbeiten (vor ca. 7 - 8 Jahren, als meine Tochter gerade in der Grundschule war und es mit Kinderbetreuung hinten und vorne nicht mehr passte, heute ist das ja besser),  habe ich meine Nähmaschine wieder entdeckt und mit Hilfe von Ottobre, Internet und vom damals frisch erschienenen Farbenmix Buch fürs Kind genäht und kleinen Tüddelkram gemacht. Oft mit englischsprachigen Nähbüchern, weil ich die viel übersichtlicher und besser in den Erklärungen fand. Der Markt für die vielen deutschen Nähbücher (und die Übersetzungen) hat sich auch erst später entwickelt. Mit einer Freundin, die jetzt leider wieder in London lebt, habe ich mich gerne übers Nähen und Bloggen ausgetauscht.

Zwei bis drei Jahre später fing ich an für mich zu nähen, die Sachen passten überhaupt nicht, weil ich halt keine Standardgröße habe. Eine VHS Kurs zur Grundschnitterstellung hat mich erheblich weiter gebracht. Mir wurde bewusst, dass bei allen meinen Kaufblusen der Brustabnäher falsch sitzt und dass ich überlange Arme habe, weswegen mir Langarmshirts immer zu kurz vorkommen. Die meisten Teilnehmerinnen hatten vorher längst diverse Nähkurse besucht. Ich habe mich so durchgewurschtelt und überall irgendwas mitgenommen: Stütznaht, Reißverschluss nahtverdeckt, Stichlänge beim Topstitching usw. Aber an bestimmte Kleider mit vielen Details traue ich mich nicht ran ("per esperte" steht in meinen La Mia Boutique daneben). Lust auf einen Nähkurs einmal pro Woche hatte ich aber auch nicht.

Letztes Wochenende hatte Nina von Kleidermanie einen Schnittmusterflohmarkt. Mir war - ehrlich gesagt - nie klar, warum soviele Frauen Geld für Schnittmuster ausgeben, wenn es doch in Burda ganz viele Schnittmuster zum deutlich niedrigeren Preis gibt. Ich habe mich das aber auch nie zu fragen getraut, jeder hat halt seine Vorlieben, seinen Stil, was weiß ich. Etwas enttäuscht war ich auch von der Anleitung zum Stadtmantel von meiner Ex-Kommilitonin Meike, im nachhinein stellte sich heraus, dass da ein paar Fehler versteckt waren. So richtig klar war mir vieles nicht, ich hatte mir mehr Klarheit von der Bild für Bild Anleitung erwartet.

Als dann die Schnitte von Nina hier ankamen, war ich völlig perplex. In 50 Schritten ist mit Bildern, richtig tollen Bildern, wo man rechte und linke Stoffseite erkennt, wo die Naht dargestellt ist, Schritt für Schritt, völlig "idiotensicher" erklärt wie das Kleid xy zu nähen ist. Ich habe dann gleich noch 2 weitere Schritte aus dem Flohmarktfundus "bestellt".



Ich bin sicher, meinen Nähhorizont demnächst deutlich zu erweitern und mich an kompliziertere Stücke zu wagen.

Heute habe ich allerdings erstmal nur einen Satz Schlafbrillen genäht, eine Freundin fährt nach Island und da ist es bekanntlich nachts immer noch lange hell.



Lieben Gruß, Anja

Mittwoch, 26. Juli 2017

Das Knitterkleid - eins ungeknittert .... das andere plissiert....

Seit dem Erscheinen dieses Schnittes und den ersten Bildern von ungeknitterten Kleidern vor ca. einem Jahr habe ich mit dem Schnitt geliebäugelt. Insbesondere in der ungeknitterten Variante, für die Knittervariante wusste ich nicht, welchen Stoff man verwenden sollte und ob es dann gut aussieht. Mittlerweile gibt es bei Meike auch Stoffe zu kaufen. Vielleicht nähe ich irgendwann dann auch mal ein geknittertes Knitterkleid.

Es hat ein bisschen gedauert bis ich mir den Schnitt bestellt, ausgedruckt, zusammen geklebt habe. Stoffe in ausreichender Menge (wegen des Zuschnitts im schrägen Fadenlauf braucht es einiges mehr an Stoff als ich üblicherweise im Vorrat habe) habe ich im Mai in Paris gekauft, sogar, um mehrere Varianten zu nähen. Den Waxprint werde ich für eine langärmlige Variante für den Herbst nutzen.

Nun habe ich erstmal 3 m von Stoff 1 verwendet, der gerade so für Größe 2 gereicht hat. Vorab habe ich die Brustabnäher tiefer gelegt und nach der ersten Anprobe den hinteren Halsauschnitt in der Mitte verkleinert (ich brauche normalerweise hinten Rückenabnäher). Am hinteren Rücken ist immer noch ziemlich viel Stoff, vielleicht muss ich mir die gesamte Rückennaht nochmal vornehmen (habe ich getan wegen Hohlkreuz usw.)? Und die Länge, die geht für mich gar nicht. Ich habe mir diverse Knitterkleider angeschaut, haben die alle gekürzt? Ich bin immerhin 176 cm groß. Oder kürzt sich das Kleid durchs Knittern? Jedenfalls habe ich den Saum um mindestens 10 cm abgeschnitten. Danach war ich zufrieden. Ich habe das Papierschnittmuster gleich geändert, damit ich für das Waxprintkleid im Herbst nicht die gleichen Fehler wiederhole.



Weil ich im Flow war und es zwei Tage ununterbrochen regnet, die Tochter sich gut selbst beschäftigt, der Hund bei Regen kaum raus möchte und ich sonst nichts zu arbeiten habe, habe ich den Plissee, mit dem ich sonst auch nichts anzufangen wusste, den ich aber unbedingt in Paris kaufen musste, auch gleich zugeschnitten. 2,5 m hatte ich davon und ich habe nur die oberen Rückenteile im schrägen Fadenlauf zugeschnitten, den Rest gerade. Der Plissee dehnt sich ja sowieso und wie ich dann bemerkte ist er auch reichlich längselastisch, weswegen ich diverse Innennähte mit Band verstärkt habe, damit das Kleid nicht völlig aus der Form gerät. Ein wenig ließ sich nicht vermeiden. Der Schnitt ist völlig identisch wie Kleid 1, aber die Anmutung eine völlig andere: dennoch gefällt es mir so im wallewalle Stil.

Ein Abenteuer war das Säumen. Klar, ich hätte Hand nähen können, hatte aber keine Lust dazu. Das normale Umschlagen sah gruselig aus, schnell aufgetrennt, dann habe ich kontrastierendes Schrägband angesteckt, leider reichten 3 m nicht und ich hatte von keiner Farbe mehr. Also im Internet recherchiert, wie man Plissee säumt. Dort wird Rollsaum als Möglichkeit genannt. Ich hatte bisher großen Respekt vor meinem Säumerfüßchen, das ich einmal einsetzen wollte, aber leider rutschte mir der Stoff immer hin und her, von einem schönen gleichmäßigen Rollsaum keine Spur. Aber mittlerweile bin ich nähtechnisch einige Jahre weiter. Und der Rollsaum hat gut geklappt. Vielleicht lag es auch daran, dass der Plissee superdünn und flutschiger war als der Jersey, den ich damals unter der Maschine hatte.



So sind weitere 5,5 m Stoff vernäht und ich werde mich wieder meinem Aranpullover zuwenden, den ich seit Ende Juni vernachlässigt habe.

Viele Grüße, Anja

Donnerstag, 20. Juli 2017

Stoffdiät! Stoffdiät? Oberbekleidungsdiät!

Der Titel dieses Posts ist vielleicht nicht ganz klar. Ich bin ja erst verspätet bei der Stoffdiät eingestiegen, weil ich in den ersten Monaten dieses Jahres soviele Stoffe wie nie zuvor gekauft habe, für die ich keine konkreten Projekte hatte und die den Schrank exzessiv befüllten. Das lag an schönen Fahrten nach Berlin (Maybachufermarkt), Paris (die Läden unterhalb Sacre Coer), Herford (Sale in einem hochwertigen Stoffladen) und dem Probenähen für Meike (Stoffmengenangaben zu hoch, daher viele Reste).

Ende Mai wurde mir klar, dass es so nicht weitergeht. Ich habe dann erstmal 2 Kleider fertig gemacht, die noch rumlagen bwz. geändert werden wollten, 2 neue Kleider genäht, einen Rock, eine Schlafanzughose und einen Vorhang gemacht.

Das eigentliche Problem ist aber nicht das Vernähen der Stoffe, denn damit verlagere ich den Stoff nur in einen Kleiderschrank, der sowieso schon gut gefüllt ist. Also muss mehr Kleidung ausgemistet, weggeworfen, verschenkt, verkauft werden.

Die letzten 2 Wochen war ich in Urlaub. Den Urlaub nutze ich gerne (im Gegensatz zu anderen), um abgenutzte Sachen nochmal zu tragen und dann auszusortieren. Damit erspare ich mir den Rücktransport und das Waschen nach dem Urlaub. Das mache ich eigentlich schon seit meinen Interrail Reisen vor gefühlten 30 Jahren so. In diesem Urlaub habe ich also 2 Schlafanzüge, 1 Leggings, 2 T-Shirts, 1 Tunika, 1 Sweatkleid, 2 Taschen und 2 andere Kleider "abgeworfen". Der Rucksack bietet auf dem Rückweg dann auch Platz, um Dinge einzukaufen.

Im Rahmen der Stoffdiät hatte ich mir erlaubt, einen neuen Stoff im Urlaub einzukaufen. Da ich jedoch mit einer an Stoffen völlig uninteressierten Familie unterwegs war, die in zwei netten Läden in Cardigan und in Brecon noch geduldig war, in der Berwick Street in London schon genervter war (es war aber auch sehr heiß), sich bei Liberty in London mit dem dort frei verfügbaren Wifi beschäftigt hat (erstaunlich, dass unser Hund mit rein durfte, denn sonst hätte mein Mann mit Hund draußen warten müssen, das führt i.d.R. auch dazu, dass ich mir weniger Zeit nehme, aber nein und überhaupt, kein Land ist so hundefreundlich wie Großbritannien, speziell Wales). Insgesamt hat die Ungeduld der Familie sowie die sehr hohen Preise für aber auch sehr schöne Stoffe dazu geführt, dass ich mir erstmal keinen Stoff gekauft habe. Ich wusste aber, es gibt da diese Waxprint Läden an der Liverpool Street Station (auf dem Hinweg Anfang Juli schon im Vorbeigehen bei Spitalfields gesichtet und für den Rückweg als Option - wenn vor der Zugabfahrt noch Zeit ist - ins Auge gefasst. Ich also mit 35 min. Zeit und der vollen Absicht, Stoff zu kaufen mit dem Hund in die Wentworth Road, während der Rest der Familie das Gepäck in der Customer Lounge des Bahnhofs "bewacht". Es war ca. 19 Uhr, die Rollos waren herunter gelassen, ich kam dann noch an der Vlisco Zentrale vorbei, alles zu. So bin ich ohne Stoff aus London zurück gekommen. Und bin damit sogar recht zufrieden.

Wenn ich nochmal nach London fahre, dann alleine, denn dann kann ich in die Designausstellungen gehen, derer es einige gibt (und muss nicht eine Stunde vor dem London Eye rumhängen) und in Ruhe sämtliche Stoffläden, derer es noch mehr gibt, besuchen und eine Auswahl treffen.

Fazit, um Stoffkäufe zu vermeiden: Geh' mit uninteressierten Menschen, die noch unbedingt was anderes in einem begrenzten Zeitfenster sehen wollen, in einen Stoffläden, dann bist du schnell wieder draußen!

Jetzt bin ich wieder hier und werde demnächst auch wieder nähen. Ich habe mir schon vor dem Urlaub das Knitterkleid zusammengeklebt und 2 Stoffe aus Paris dafür vorgesehen, d. h. ich werde es zweimal in unterschiedlichen Versionen nähen.

Soviel mein Bericht von der Stoffdiät im Juli, verlinkt bei Küstensocke.

Wobei ich merke gerade, zum Verlinken bin ich zu spät, aber dort sind die anderen Berichte.

Stellvertretend für die fehlenden Fotos der Kleidung, ein Eindruck einer Wollmühle in Solva, die noch in Betrieb ist.





Lieben Gruß, Anja

Mittwoch, 12. Juli 2017

12 von 12 im Juli

Aus dem Urlaub, Wales, Aberystwyth, morgen weiter in den Brecon Beacons National Park.

12 Eindrücke eines sonnigen Wandertages rings um den Ceredigion Coastal Path.








Viele Grüße

Anja

Mittwoch, 5. Juli 2017

Me Made Mittwoch - Rucksack schon ausgepackt

Ich melde mich heute aus Cardiff, der Hauptstadt von Wales. Nach Stopover in Delft und der Überfahrt mit der Fähre haben wir gestern eine Freundin getroffen, die seit 20 Jahren in London lebt, sind die Southbank entlang gelaufen und abends nach Cardiff weitergefahren. Heute haben wir die Hauptstadt der Arkaden besichtigt und morgen geht es weiter zum Wandern an die Küste.

In einer der Arkaden habe ich diese Spiegel gefunden, so dass ich spontan am Me Made Mittwoch teilnehme.


Und nochmal die Gallerie in ganz.


Ich trage eine ältere, Recht verwaschene japanische Tunika, von der ich mich demnächst verabschiede, um Platz für Neues zu schaffen.

Sonnige Grüße aus Wales, Anja

Mittwoch, 28. Juni 2017

Me Made Mittwoch im Möbelstoff

Ich habe schon seit langem mit einem schlichten, am liebsten marineblau-weiß blockgestreiftem Rock geliebäugelt, Falten, recht weit, recht schlicht.

Passende Stoffe, Fehlanzeige. Da regelmäßig dieser Geburtstagsgutschein vom Möbelschweden ins Haus flattert, bin ich nach der Gassirunde vom Feld abgebogen, habe den Hund in der Hundehütte neben den Fahrradständern geparkt und bin blitzschnell mit Hilfe sämtlicher Abkürzungen, die man nehmen kann, in die Stoffabteilung. Wieder nix mit marineblau-weißen Blockstreifen, dafür habe ich raztfatz 70 cm von diesem Stoff abgeschnitten, zur Kasse, Gutschein vorgelegt, wieder raus, uff, der Hund hockte noch in der Hundehütte. So ganz wohl war mir nicht, ihn dort zu lassen, aber wenn ich schon die Reise mit der U-Bahn nach Niedereschbach mache und die Felder nebendran sind, wäre es doof, ihn zuhause zu lassen.


Dann lag der Stoff erstmal eine Weile und im Rahmen meiner Stoffdiät habe ich ihn endlich verarbeitet. Dabei gab es erstmal die Tücke, dass er zwar sehr breit war, aber an beiden Seiten gute 10 cm abgeschnitten werden mussten, um die Aufschrift zu entfernen bzw. die Streifen gingen nicht bis zum Rand, das wurde dann schon ziemlich schmal. Der Fall war natürlich auch nicht so wie er sein sollte. Positiv war, dass ich den Bund nicht verstärken musste, der Stoff ist ja eher für Vorhänge und Kissen gedacht. Blieben zwei rechteckige Stücke und 2 x 2 Bundstreifen, Falten gleichmäßig eingelegt, genäht, Schrägband an den Saum, um ein bisschen Pepp reinzubringen, fertig!


Ich trage die Bluse (übrigens eine selbstgenähte uralte Bluse von meiner Mutter geerbt, vorne Biesen, im Rücken geknöpft, handgenähte Einschläge, insgesamt recht aufwändig und vermutlich 50 Jahre alt) lieber über dem Rock, da gefallen mir die Proportionen für mich besser. Hier nur, damit Falten und Bund erkennbar sind. Und noch ein Blick auf die Farbdetails, gelber Streifen, lila Schrägband.


Witzigerweise habe ich letzten Montag im Theater von einer Bekannten, die immer sehr teure Designerkleidung kauft, ein großes Kompliment für den Rock bekommen. Ich habe dann nicht erzählt, welchen Ursprung der Stoff hatte. Schwierig ist es einzig und alleine mein (Herren-) Fahrrad zu besteigen, der Rock ist zu eng, ich muss ihn jedes Mal hochschieben, ätzend. Aber für den Preis von unter 5 Euro kann man auch nicht alles erwarten, oder?

Verlinkt beim Me Made Mittwoch, meinem letzten vor den Ferien, in Hessen ist übermorgen der letzte Schultag und wir fahren dann auch gleich nach Wales.

Sommergrüße aus Frankfurt, Anja

Mittwoch, 21. Juni 2017

Me Made Mittwoch mit einem nachträglich und einem vorher abgewandeltem Schnitt

Heute stelle ich zwei Kleider vor, eins, das ich am Wochenende fotografiert habe und heute zeigen wollte und eins, dass ich gestern spontan genäht habe und gleich angezogen habe.

Ich hatte ein schönes Kleid aus der La Mia Boutique, das letztes Jahr definitiv hinüber war, im hinterlegten link sieht man die Detailzeichnung. Entgegen der Anleitung habe ich damals Webware statt Jersey genommen. Das gleiche Kleid habe ich letztes Jahr nochmal genäht: wie vorgesehen aus Jersey und mit Ärmeln. Es war so schrecklich, weit, hängend, wulstig usw., selbst kleine Tüddeleien wie aufgenähte Knöpfe brachten keine Verbesserung. Außerdem habe ich relativ planlos das Hinterteil, das man zusammenkleben sollte, als zwei Stücke zugeschnitten und musste dann irgendwie geschickt im Streifenmuster die Stücke aneinander nähen, gelang so lala. Also wanderte das Kleid erstmal in den Schrank nach ganz unten. Obwohl der Stoff super war, tolle Farben (mittelblau-dunkelblaue Streifen, griffiger gut gewebter Jersey). Letzte Woche begann ich "aufzuräumen", dabei fiel mir das Kleid wieder ins Auge. Um ihm eine neue Chance zu geben, habe ich die Raffung an der Passe vorn komplett auseinander geschnitten (Elastiknaht auftrennen wäre mir zu mühevoll gewesen), das ganze neu ungekräuselt zusammen genäht, an den Seiten jeweils locker 5 cm weggenommen und vorne 2 großzügige Abnäher eingebaut. So geht es. Die aufgenähten Knöpfe habe ich abgetrennt, dabei leider ein kleines Loch produziert, nun ja, besser so als Schrankleiche. Mir wurde wieder bewusst, welchen Unterschied Webware und elastischer Stoff machen.

Die Streifen passten so gut nach Hamburg, dass ich die Fotos dort am Wochenende auf der Durchreise gemacht habe, ja, ich habe mir die Plaza der Elbphilharmonie angeschaut, zusammen mit gefühlten Millionen anderen Besuchern. Man sieht den Schnitt nicht wirklich gut, es ist jetzt auch ein völlig simples Kleid mit Brust- und Taillenabnähern.




Es wehte ein wunderbar frischer Wind, davon träume ich heute noch, wo ich bei dem Gedanken an die Temperaturen draußen schwitze. Wenn ich jünger und ungebunden wäre, würde ich meinen Wohnsitz weiter in den Norden verlegen.




Da es die ganze Woche Temperaturen über 35 Grad haben wird und ich den Eindruck hatte, dafür nicht genug Kleidung zu haben (außerdem habe ich mich jetzt für eine Teilnahme an der Stoffdiät entschieden), wurde aus einem Viscosejerseyrest (ca. 1,30 m) ein abgewandeltes Ninja genäht. Ich habe den Brustabnäher "zugedreht", um den Wasserfallausschnitt zu vergrößern (ist mir jetzt fast zu groß), die Kapuze weggenommen (sieht man gut in dem abgewandelten Schnittteil unten, rechts ist das Original, links die Wasserfallabwandlung), kurze Ärmel dran genäht und endlich an die Nahttaschen gedacht. Außerdem habe ich den vorderen Saum etwas nach innen gebogen, um eine stärkere Schwingung zu erzielen (ist hier auf dem Papier noch nicht zu erkennen).


Hier das Ergebnis, mit dem ich recht zufrieden bin. Passte gut gestern und heute. Nur muss ich aufpassen, wenn ich mich bücke, um die Hundekacke einzusammeln. Deshalb, wenn ich nochmal einen Wasserfall konstruiere, dann etwas kleiner.







Beide Kleider habe ich verlinkt beim heutigen Me Made Mittwoch. Sonnige Grüße, Anja

Montag, 19. Juni 2017

Stoffdiät - ich schließe mich an ....

Als ich Anfang des Jahres von der wirklich tollen Aktion bei Frau Küstensocke gelesen habe, habe ich mich für mich nicht angesprochen gefühlt. Ich hatte große Teile meiner Stoffvorräte im Laufe des Herbstes und Winters verarbeitet, wenig Neuzugänge im Herbst und von den Miniresten Tischsets, Kosmetiktäschchen, Schlüsselanhänger usw. als Weihnachtsgeschenke genäht. D. h. mein Stofffach im Schrank war relativ leer und übersichtlich. Aus ursprünglich zwei Fächern im Wohnzimmerschrank war sogar eins geworden, was mich sehr glücklich machte, denn das bedeutete, dass ich in der anderen Schrankhälfte mehr Platz für Büroutensilien und Papierkram hatte.

Was ist geschehen? Es sieht im Schrank fast wieder so schlimm aus wie vor mehreren Jahren als ich noch im Internet Stoffe bestellt habe (mache ich nicht mehr), weil ein Schnäppchen, Reststück das andere jagte. Meine Tochter war damals auch noch eine gute Abnehmerin dieser Stoffe.

Ich habe im letzten halben Jahr das in echten Stoffläden gemacht, was ich vor Jahren im Internet gemacht habe. Und da ich verschiedene Reisen (ich sage nur Berlin, Paris und jeder wird wissen, was ich damit meine) gemacht habe und in meiner Geburtsstadt in Ostwestfalen (wo ich meine Eltern jetzt häufiger besuche) wieder ein Stoffladen aufgemacht hat, der hochwertige Reste draußen an einem Ständer hängen hat, ist der Schrank voll. Fest verplant sind eigentlich nur 2,8 m Wolle und 2,8 m Fleece für eine Parkajacke für nächsten Winter, also andere war einfach schön, günstig, interessant und versperrt das Fach. So geht es nicht weiter. Das war intuitiv immerhin schon vor 10 Tagen klar, auf dem Stoffmarkt Holland in Frankfurt habe ich nur Schnittmusterpapier, Reißverschlüsse, Schnallen usw. gekauft und alles andere da gelassen. Aber am letzten Wochenende habe ich bei meinen Eltern wieder (schöne und grundsätzlich immer nützliche) Restecoupons gekauft (4,5 m) gekauft, die ich eigentlich nicht brauche. Hier ein Blick in den Schrank, auf dem unteren Foto sieht man, dass sich die Büroecke bereits mit Kunstleder aus Paris befüllt hat, weil das andere Fach randvoll ist. Ebenso sieht man zwei der Stoffschätze aus Ostwestfalen.




Nun ist mein Stofflager nicht so riesig wie bei anderen, ich habe 35 m incl. 5 m Taft, den ich von meiner Mutter übernommen habe sowie diverse Stücke, die ca. 80 x 80 cm groß sind aus unterschiedlichen Materialien. Das ist eine ganze Menge, wenn man eigentlich genug Kleidung hat.

Ich nehme mir erstmal vor, auf dem Stoffmarkt im Herbst wieder nur Kurzwaren zu kaufen (das fällt mir nicht so schwer, die Qualität dort ist eh mittelprächtig). Ich bestelle weiterhin keine Stoffe online. Ich verzichte auf den geplanten Besuch bei Stoff und Stil, wenn ich das nächste Mal in Köln bin (der Laden interessiert mich grundsätzlich schon seit einer Weile, ich gehe nicht dorthin), ich bin demnächst in London, dort werde ich nur Stoff kaufen, der wirklich so toll ist, dass es nicht anders geht (was bedeutet das?). 

Ich habe schon in der letzten Woche angefangen, Lagerstoffe zu vernähen: 2 m für das Ninjakleid, 0,7 m für einen Streifenrock (zeige ich demnächst) und 1,3 m für ein kurzärmliges abgewandeltes Wasserfallausschnittkleid, liegt zugeschnitten, wird morgen genäht.

Mit weiteren Näharbeiten warte ich bis nach den Sommerferien. Irgendwie fehlen mir auch die inspirierenden Schnitte. Aber ich liebäugele sehr mit dem Knitterkleid und dem Cocokleid. Gegen das Cocokleid spricht, dass ich dafür keinen geeigneten Stoff habe. Für das Knitterkleid hätte ich mindestens zwei Stoffe in ausreichender Menge und 3 m Plissee, der auch ausreicht und vielleicht im schrägen Fadenlauf interessante Effekte macht.

Viele Grüße, Anja

P.S. Es gibt bei Crafteln eine Aktion zum Knitterkleid, ich habe die Aktion nach dem Veröffentlichen dieses posts gesehen und es soeben gekauft.

Mittwoch, 14. Juni 2017

Ninjakleid für Wales

Ich habe genug Sommerkleider, wie ich im Laufe des Me Made May festgestellt habe, einige habe ich bisher noch nicht mal angezogen. Für diesen Sommer fehlen mir dagegen leichte langärmlige Kleiderstücke, denn wir fahren nach Wales, in den Pembrokeshire und den Brecon Beacons National Park. Da kann es auch mal frisch werden. Dafür habe ich gestern auf die Schnelle ein gemütliches Ninjakleid genäht, passt perfekt und sieht in marineblau nicht nur zum Wandern, sondern auch in der Stadt oder im Pub gut aus. Der Jersey ist aus einem Ladenausverkauf und von einzigartig toller Qualität, er hält bestimmt ganz viele Waschgänge. Eigentlich sollte es nur ein Shirt werden, reichte aber nun doch für ein Kleid. Danke, Meike, für das immer wieder tolle Schnittmuster.


Oben noch ein kleiner maritimer Aufnäher, wo die Nähte aufeinander treffen.


Die Fotos habe ich gestern bei mittelprächtigem Wetter (wenigstens nicht so heiß) auf dem Unicampus gemacht.


Als ich studierte, wurden noch keine Liegestühle fürs Seminar aufgebaut, aber das ist auch schon lange her und in diesem Gebäudekomplex war noch keine Universität, sondern der Sitz der amerikanischen Besatzung.


Verlinkt beim Me Made Mittwoch, mal schauen, was es da heute so alles gibt. Gruß, Anja

Samstag, 10. Juni 2017

Auf den Nadeln im Juni - und wahrscheinlich auch noch ein bisschen länger ....

Letzten Herbst plante ich den Pullover St.Brigidhttp://www.ravelry.com/patterns/library/st-brigid von Alice Starmore zu stricken. Dafür habe ich erst noch ein bisschen Aran stricken an Na Craga geübt und mir die Wolle Lima vorsorglich im Drops Alpaka Winter Sale gekauft. Ich plane St. Brigid mit Fransen am Saum wie diese Version im Buch, das ist mal was Anderes.



Da ich seit Mitte Mai oft in der Bahn unterwegs war und nach ersten Recherchen St. Brigid nicht mal so nebenbei in ein paar Wochen zu stricken ist, habe ich schon mal frühzeitig mit diesem Winterpullover angefangen.

Damit das Muster übersichtlicher wird, habe ich mir die verschiedenen Verzopfungen auf der kopierten Anleitung farbig markiert. Der Pullover soll etwas schmaler werden als Na Craga, weshalb ich die außenliegenden Zöpfe jeweils weglasse und insgesamt mit nur 113 Maschen stricke. Nach ca. 3 Wochen habe ich bereits das Rückenteil fast fertig und werde vsl. vor der nächsten Reise an Fronleichnam das Vorderteil anschlagen. Ich stricke mittlerweile recht routiniert, das Muster ist viel leichter als man auf den ersten Blick denkt, weil sich im mittleren Teil die beiden äußeren Teile widerspiegeln. Die Rückreihen werden - bis auf eine Ausnahme in Reihe 4 - immer identisch wie die Hinreihen gestrickt, was sehr komfortabel ist.





Ich bin sehr zuversichtlich, dass der Pullover im Herbst fertig sein wird.

Ich verlinke diesen Beitrag bei der Aktion "Auf den Nadeln" von Maschenfein.

Viele Grüße, Anja

Mittwoch, 31. Mai 2017

Me Made Mittwoch im Me Made May (31)

Ich bin wirklich ganz froh, dass der Me Made May nun zu Ende geht. Am Ende hatte ich immer weniger Lust, was zu schreiben und Fotos zu machen. Ich hatte auch keine Lust mehr, mich zu bemühen, was Neues anzuziehen. Das mache ich sonst auch nicht, von daher, so what...die Hitze in der letzten Woche hat mich auch sehr gelähmt.

Nun ist der letzte Maitag, welche Erkenntnisse habe ich gezogen? Nichts, was ich nicht schon vorher wusste. Mir fehlt auch nichts in meiner Garderobe, im Gegenteil, ich habe eher zuviele Kleidungsstücke, die noch so gut erhalten sind, dass sie sehr gut tragbar sind. Einige wenige Sachen werde ich am Ende des Sommers ausmisten, aber an sich brauche ich nichts Neues. Aber das war klar. Dennoch habe ich ein paar Stoffe im Schrank liegen, die noch vernäht werden wollen. Vielleicht dann tatsächlich erst nächstes Frühjahr! Und ich habe längst nicht alles angezogen, was im Schrank hängt, sondern eher die Lieblingsstücke (wenn man mal von einigen Ausnahmen absieht, der Taffy Bluse und der japanischen Tunika z. B.). Im Moment freue ich mich sehr, meine ganzen Waxprintkleider vom letzten Jahr anziehen zu können. Sie sind wie geschaffen für diese Temperaturen.

Heute trage ich einen Mix aus Grundschnittoberteil und angeschnittenem Rock, ärmellos, ähnlich dem Lilou von Tilly of the Buttons. Ursprünglich präsentiert vor einem Jahr hier. Das Ganze verlinkt beim Me Made Mittwoch. Dort erwähnt Sybille den Leinewebermarkt, da werden Erinnerungen an meine Jugend wach, das war das absolute Highlight der Region. Wie lange war ich schon nicht mehr in Biele, 30 Jahre bestimmt, wenn man mal davon absieht, dass ich an dem Bahnhof immer umsteigen muss, wenn ich meine Eltern besuche und über Köln statt Hannover fahre.







Die Fotos habe ich im Vorbeifahren heute Morgen im Frankfurter Anlagenring gemacht, mit Selbstauslöser. Viele Grüße, Anja

Dienstag, 30. Mai 2017

Me Made May 25 - 30

Fathers Day in Germany, but my husband is alone for a dog walk, my daughter is with friends in Berlin. I do a lot of housewife work which I've not made for a while. I hate these things but sometimes it is necessary. I have taken the hot summer clothes from the cellar, it'll become really hot over the next weekend. Dressed up in a horrible Taffy Blouse (horrible because it's uncomfortable and blouses are not my favourites anyway).


26. Mai

What a day: fabric shopping and cycling in Paris, very hot and a long day. Now I know how easy and quick it is to go to Paris for a day, less than 4 hours one ride. I enjoyed it, but was very tired in the end. Again my Megan dress, around the neck my Velib pass for riding the bikes, a little bit parisian style.



27. Mai

Outside more than 30 degrees, very hot, I stay inside. Did only a little bit shopping early in the morning. Usually I wanted to meet other sewing bloggers in Stuttgart, but I'm too lazy to go there. Need a chilling day. Upcycled mens shirt and a new skirt from La Mia Boutique.


28. Mai

Walk with the dog very early, but already too hot for me. Took a shower immediately after coming home and stayed inside in the darkness the rest of the day. Took the daughter from the bus late, she came back from Berlin where she stayed during the Evangelischer Kirchentag. Had some good days in our capital. Short summer dress.



29. Mai / 30. Mai

The same dress for very hot days like sunday. A little bit boring but the best for hot days. No new fotos. Sorry.

Samstag, 27. Mai 2017

Stoffe kaufen und Fahrrad fahren in Paris

Relativ kurzfristig habe ich mir überlegt, gestern nach Paris zu fahren. Es gab ein günstiges, sehr günstiges Bahnticket (vermutlich, weil genug Kapazitäten an diesem Brückentag frei waren), die Zugverbindung ist werktags erheblich besser als am Wochenende (6.58 ab Frankfurt, 10.38 an Paris; 19.06 ab Paris, 22.58 an Frankfurt); d. h. ich hatte mehr als 8 Stunden Aufenthalt - und da kann man mehr machen als man bei gefühlten 30 Grad möchte.

Ich hatte mir vorab online ein Velib Tagesticket besorgt, d. h. ich konnte für 1,70 Euro den ganzen Tag in Etappen bis 30 min. Rad fahren. Das finde ich angenehmer als zu laufen oder mit der Metro zu fahren, geht im Übrigen auch schneller (ist aber sicher nicht jedermanns Sache wegen des Verkehrs und der Abgase, außerdem ist es hilfreich eine gewisse Orientierung zu haben, um nicht dauernd auf einen Stadtplan schauen zu müssen). Ja, und ich habe ein paar Radentnahmen gebraucht bis ich es auf Anhieb geschafft habe, das Rad aus dem Bügel zu heben.

Meine ersten Ziele waren die Rue Doudeauville mit den Afrikaläden, hier von Dreikah präsentiert, danach war ich in den Läden am Fuß des Montmartre, hier bei Erschöpftes Quota eine gute Übersicht. Gekauft habe ich wirklich nur die Dinge, die ich konkret brauchen kann (und jetzt weiß ich ja, dass Paris an einem Tag sehr gut machbar ist): Kunstleder in Gold und Petrol sowie 3 m eines plissiertes Stoffes (sowas wollte ich immer schon mal haben und dachte auch, in einer meiner La Mia Boutiques seien Schnitte, sind nicht, aber ich finde sicher was).


Dann noch einen 5 m Waxprint Coupon, der nach der Wäsche total weich geworden ist (hätte ich mal mehr davon gekauft, aber in dem Laden waren alle Waxprints steif und die mag ich für Kleidung nicht, ich hätte 3 Coupons für 25 Euro kaufen können), sonst wurde Waxprint bei mir noch nie weich nach dem Waschen und einen 3 m Baumwollcoupon (blassblau, nicht weiß, sieht man auf dem Foto kaum).


Ich fand die Auswahl überwiegend sehr damenhaft. Die günstigen Stoffe gefielen mir eigentlich nicht, nicht meine Farben, nicht meine Muster. Interessanterweise gab es wenig Jersey, am Montmartre wurde der Waxprint auch als Meterware verkauft (für 4,90 Euro, wo 5 m sonst 15 Euro kosten), es gab sehr viel Seide, die war zwar billiger als hier im Laden, aber ich kann keine Seidenblusen brauchen (und vermutlich hätte ich auch Probleme beim Nähen des dünnen Materials).

Es war ein langer und anstrengender Tag, sehr heiß und sehr voll, ich bin deshalb froh, nicht über Nacht geblieben zu sein (hatte ich erst überlegt, aber wegen Bloggertreffen in Stuttgart, nicht gemacht). Jetzt bin ich trotzdem nicht zum Bloggertreffen gefahren, weil mir das einfach zuviel war.

Viele Grüße aus dem heute auch sehr heißen Frankfurt

Anja

Mittwoch, 24. Mai 2017

Me Made Mittwoch im Me Made May (24)

Heute trage ich eine japanische Bluse, die ich sehr selten anhabe, fast nie. Das liegt daran, dass mir das Material für ein langärmliges Teil zu dünn und luftig ist, ich friere dann am Körper, und wenn es wärmer ist, bevorzuge ich gleich kurzärmlig. Die weiten Ärmel, die man auf dem zweiten Foto in aller Pracht sieht, taugen nicht für Haushaltsaktivitäten und ins Restaurant kann ich damit auch nicht gehen, es sei denn, ich passe höllisch auf.

Heute ist ein komischer Tag, er begann warm, aber nun zieht es sich zu, sieht sogar nach Regen aus. Und ich habe noch ein paar Sachen draußen vor, deshalb habe ich mich umgezogen und - da Me Made May ist - etwas Neues und Anderes angezogen. Die lange Hose ist ganz gut, weil ich auch noch Rad fahre und das ist mit dem Sommerkleid von gestern, mit dem ich heute Morgen im Wald gefroren habe, nichts. Die Bluse habe ich vor Jahren schon hier gezeigt und erläutert.

Langsam nervt mich die Fotografiererei im Rahmen des Me Made May und in gewisser Weise würde ich gerne öfter das Gleiche hintereinander anziehen, aber das ist für Fotos relativ langweilig. Eine Woche halte ich noch durch.

Viele Grüße, Anja




Gezeigt im Rahmen des Me Made Mittwoch, heute mit der Feschen Lola als Gastgeberin.

Dienstag, 23. Mai 2017

Me Made May 19 - 23

19. Mai

Long Walk in the forest, Sports, Baked 2 cakes for the weekend. Sports, organized lots of things. Dressed in the japanese tunic.


20. Mai

Get up very, very early, totally 8 hours on the train to take my parents to Frankfurt. Photos taken in the 1,5 hour stay in Herford near the MARTA museum, which's architecture I like very much. In the evening a typical Äppelwoi restaurant in our area. Ninja and Aranpullover, sometimes cold, sometimes warm


21. Mai

Confirmation of our daughter, church, lunch, coffee and cake, sitting many hours in the church, in the restaurant etc, my back hurts a little bit in the afternoon. Megan dress.


22. Mai

River Main with my aunt and my cousin, who have been to Frankfurt for the first time, done some computer things, answered some emails. Lena Hoschek / Megan mixed dress from Waxprint.


23. Mai

A really warm and sunny day, much work, an outside walk in my break, meeting in the afternoon, prepared the backpack for my daughter in the evening (there was no time for nobody to pack earlier), who goes to Berlin tomorrow very early in the morning. In hate to get up so early and go by subway to an place there the coach is waiting for the kids. Megan dress like sunday.